Die sieben Chakren


Was sind Chakren?

 
Als Chakren bezeichnet man die Energiezentren zwischen dem Körper und dem Astralleib (sog. Gedankenkörper). Diese inneren Energiefelder nennt man Chakras. Es gibt insgesamt 114 Chakras, welche alle unterschiedliche Punkte im Körper haben. Diese sind hauptsächlich für den inneren Energieaustausch verantwortlich. Besonders wichtig sind die 7 Hauptchakren: 
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  • Wurzelchakra
  • Sakralchakra
  • Solarplexuschakra
  • Herzchakra
  • Halschakra
  • Stirnchakra (wird auch das dritte Auge genannt)
  • Kronenchakra.
Diese werden durch die Energiekanäle miteinander verbunden.
Das Wort Chakra hat seinen Ursprung in der philosophischen Sprache des Hinduismus und bedeutet im Sanskrit soviel wie:
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  • Rad
  • Scheibe
  • oder Kreis.

Die Lehre der Chakren kommt in vielen Überlieferungen, vor allem aber aus dem tantrischen Hinduismus, der Traditionellen Chinesischen Medizin sowie im Yoga und in einigen esoterischen Lehren vor. In diesen verschiedenen Lehren variieren die Details wie Anzahl und Lage der Chakren. Meistens wird jedoch von sieben oder neun Hauptchakren ausgegangen. Diese werden als die Hauptenergiezentren des Körpers angesehen und befinden sich entlang der Mittelachse des Körpers. Jedes der 7 Chakren ist einer bestimmten Qualität zugeordnet.
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Welche Bedeutung haben die 7 Chakren bzw. welchen Steinen und Themen sind sie zugeordnet?
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Die 7 Chakren

Thema

Steine

Kronen (Scheitel) - Chakra 

Wachstum, Spiritualität, Wille, Veränderung und Neubeginn 

Amethyst, Diamant, Onyx, Bergkristall, Rubin

Stirn - Chakra

Intuition, Erkenntnis, Wahrnehmung, Denkweise, Willenskraft

Bergkristall, Fluorit, Saphir, Lapislazuli, Azurith

Hals – Chakra

Kommunikation, Stimme, Motivation, Inspiration, Offenheit, Ausdruck

Chalcedon, Türkis, Blauquarz Aquamarin, Sodalith

Herz – Chakra

Liebe, Wahrheit, Mitgefühl, Heilung, Lebensfreude, Geborgenheit

Aventurin, Rosenquarz, Jade, Chrysokoll, Smaragd, Olivin

Solarplexus– Chakra

Wille, Gefühlsbildung, Sicherheit, Veränderungen vornehmen, Macht

Tigerauge, Goldquarz, Citrin, Bernstein, Orangencalcit

Sakral– Chakra

Kreativität, Gefühle, Erotik, Erfolg, Selbstvertrauen, Ehrgeiz, Schönheit

Carneol, Bernstein, Mondstein

Wurzel - Chakra

Urvertrauen, Lebenswille, Sexualität, Durchsetzungsvermögen, Instinkt

Roter Jaspis, Hämatit, Rubin, Onyx, Feueropal, Rhodonit

 

Diese Zuordnung der Steine zu den 7 Chakren stellt einen groben Anhaltspunkt dar.
 
Um das geistige und körperliche Wohlbefindens zu fördern, werden die  Chakra Steine auf die jeweils entsprechenden Chakren aufgelegt. Sie können aber auch am Körper getragen werden (z.B. Kette, Armband, aufkleben mit Heftpflaster).
  

Chakras

 

Im Yoga konzentriert man sich auf die 8 Haupt-Chakras:

  • 7 der 8 Chakras entsprechen entweder Bereichen des endokrinen Systems oder Nervengeflechten im physischen Körper. Das 8. Chakra ist der Aura bzw. dem magnetischen Feld des Körpers zugeordnet.
  • Wobei die ersten 3 Chakras als das Untere Dreieck bekannt ist, das 5., 6. und 7. Chakra als das Obere Dreieck. Im 4. Chakra, dem Herz-Chakra, liegt das Zentrum des Ausgleichs zwischen den unteren und oberen Chakras, hier vollzieht sich der Wandel der Erfahrung vom "Ich zum Du" oder vom "Ich zum Wir".
  • Sie sollten aber immer beachten, das kein Chakra für sich alleine steht. Bei näherer Kenntnis der yogischen Anatomie wird deutlich, dass sich Ihr Verständnis vom westlichen Modell, das der Analyse und Trennung bedarf, ändern und sich einer ganzheitlichen Betrachtungsweise zuwenden sollten, wonach alles miteinander im Einklang ist. Alle Chakras sind Teil eines größeren Zyklus von Evolution und Rückschritt, Manifestation und Sublimierung. Die Chakras des unteren Dreiecks sind zuständig für Ausscheidung und Reduzierung und werden von den Chakras des oberen Dreiecks, die speichern, erschaffen und verfeinern, ins Gleichgewicht gebracht.
  • Die ersten 5 Chakras werden mit den 5 Tattvas oder den 5 grobstofflichen Elementen in Verbindung gebracht, das sind Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther sowie auch die Qualitäten, die jedes dieser Elemente beinhaltet. Die oberen 3 Chakras sind von subtilerer Natur, so dass hier keine Verbindung mit den Tattvas besteht.
  • Prana, die Lebenskraft, aktiviert die Chakras, indem sie Blockaden beseitigt, die einen freien, natürlichen Energiefluss verhindern würden. Yoga, und insbesondere Kundalini Yoga, erleichtert die Reinigung, Balance und Maximierung der Funktionsweise von Körper, Geist und Seele.


Die Wesensmerkmale der Chakras

Muladhara Chakra

1. Wurzel-Chakra: Muladhara

Erde, Fundament, Sicherheit und Überleben, Gewohnheit, Selbstakzeptanz.
Lage: am Ende der Wirbelsäule zwischen Anus und Geschlechtsorganen.
Organ/Drüse: Ausscheidungsorgane.
Farbe: rot.
Positive Eigenschaften: geerdet, zentriert, selbstsicher, loyal, stabil sein; gesunde Ausscheidungsfunktionen.
Störung/Ungleichgewicht: Angst, Unsicherheit; das Leben wird als Last empfunden, Gefühl, nicht wirklich auf die Erde oder in die eigene Kultur oder Familie zu gehören; schwache Konstitution, Ausscheidungsprobleme, reduzierte körperliche und mentale Widerstandskraft, sexuelle Perversionen.
Yogaübungen: Krähenhaltung, Stuhlposition, Body Drops, Froschposition, Mulbandh, Vorwärtsdehnungen; auf dem Bauch liegen und mit den Füßen auf den Po schlagen.

 

Svadisthana Chakra

2. Sexual- (Sakral-) Chakra: Svadisthana

Wasser, Kreativität, fühlen, begehren, erschaffen.
Lage: bei den Geschlechtsorganen.
Organ/Drüse: Geschlechtsorgane, Fortpflanzungsdrüsen, Nieren, Blase.
Farbe: orange.
Positive Eigenschaften: positiv, entspannte Einstellung zu sexuellen Funktionen, Geduld, Kreativität, verantwortungsbewusste Beziehungen.
Störung/Ungleichgewicht: erstarrte Emotionen, Frigidität, Schuld, keine Grenzen erkennend/setzend, unverantwortliche Beziehungen; Probleme mit den Fortpflanzungsorganen oder Nieren.
Yogaübungen: Frösche, Kobra, Schmetterling, Sat Kriya, "Katze - Kuh", Maha Mudra, Beckenheben.

 

Manipura Chakra

3. Nabel-Chakra: Manipura

Feuer, Handlung und Gleichgewicht, der Wille des spirituellen Kriegers.
Lage: im Bereich des Nabelpunktes, am Solarplexus (Sonnengeflecht).
Organ/Drüse/Nerven: Leber, Gallenblase, Milz, Verdauungsorgane, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren; Plexus solaris (autonomes Geflecht symphatischer Nervenfasern, 72.000 Nervenenden insgesamt).
Farbe: gelb.
Positive Eigenschaften: persönliches Machtzentrum, Engagement, Verpflichtung, Selbstachtung, Identität, Urteilsvermögen; hier wird die Stärke für inneres Gleichgewicht, Inspiration und Gesundheit entwickelt.
Störung/Ungleichgewicht: Wut, Gier, Scham, Verzweiflung; Hindernisse überall; keine ausreichende Stärke und Spontanität; sich anpassen, um anerkannt zu werden; Herabwürdigung der eigenen Wünsche und Emotionen; Probleme mit Verdauung, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.
Yogaübungen: Streckposition, Sat Kriya, Pfauenhaltung, Bogenhaltung, Fischhaltung, Zwerchfellschleuse, Feueratem; alle Übungen, welche die Bauchmuskeln trainieren.

Zentrum des Ausgleichs zwischen Unterem und Oberen Dreieck

Anahata Chakra

4. Herz-Chakra: Anahata

Luft, Liebe und Mitgefühl, Liebe und Erwachen. Vom "Ich zum Wir".
Lage: in der Mitte der Brust auf dem Brustbein auf Höhe der Brustwarzen.
Organ/Drüse: Herz, Lunge, Thymusdrüse.
Farbe: grün.
Positive Eigenschaften: Mitgefühl, Freundlichkeit, Vergebung, dienen, Liebe; das Erkennen und Verstehen dieser Eigenschaften in anderen; heilige Transformation; Erwachen zum spirituellen Bewusstsein.
Störung/Ungleichgewicht: Trauer, Anhaftung, Verschlossenheit der Umgebung gegenüber; leicht verletzt; abhängig von der Liebe und Zuneigung anderer, Angst vor Ablehnung; Helfersyndrom; Herzlosigkeit; Herz-, Lungenprobleme, Schwierigkeiten mit Blutdruck.
Yogaübungen: Ego-Vernichter, Yoga Mudra, Bärengriff, Babyhaltung (stärkt die Herzmuskeln); alle Armübungen sowie Übungen, die den oberen Teil des Oberkörpers drehen; alle Pranayama-Übungen.

Das Obere Dreieck

Vishuddha Chakra

5. Kehl-Chakra: Vishuddha

Äther, die projizierte Kraft des Wortes, hören und sprechen der Wahrheit; der Lehrer/die Lehrerin.
Lage: an der Kehle.
Organ/Drüse: Trachea (Luftröhre), Kehle, Nackenwirbel, Schilddrüse.
Farbe: hellblau.
Positive Eigenschaften: Zentrum für Wahrheit, Sprache, Wissen und die Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren; Authentizität; gesunder Selbstausdruck und Interaktion; inspirierend, lehrend; Verkörperung von Gottes Willen.
Störung/Ungleichgewicht: Lethargie, Schwäche in der Fähigkeit, sich auszudrücken und etwas zu beschreiben; Schüchternheit, Stimmprobleme, Unsicherheit, Angst vor der Meinung anderer und der Beurteilung durch andere; Probleme mit Kehle, Nacken, Schilddrüse.
Yogaübungen: jede Art von Chanten oder Mantra-Singen; Schulterstand, Kobra, Pflug, Kamelposition, "Katze - Kuh", Kreisen des Kopfes, Nackenschleuse, Nase zu den Knien.

 

Ajna Chakra

6. Chakra (3. Auge): Ajna

Intuition, Weisheit, Identität. Die Vereinigung von Gegensätzen.
Lage: zwischen den Augenbrauen.
Organ/Drüse: Gehirn; Hirnanhangdrüse (Hypophyse).
Farbe: indigo.
Positive Eigenschaften: Zentrum der Intuition, Hellsichtigkeit, Visualisierung, Phantasie, Konzentration und Entschlossenheit; Selbstinitiation; Vorstellungskraft, Verstehen des eigenen Lebensinhaltes.
Störung/Ungleichgewicht: Verwirrung, Depression; Ablehnung von Spiritualität; übermäßiges Intellektualisieren
Yogaübungen: Meditationen auf das 3. Auge (Punkt zwischen den Augenbrauen), langes Chanten oder Mantra-Singen, Kirtan Kriya; Bogenschütze; Pfeif-Atemübungen; Yoga Mudra; alle Übungen, bei denen die Stirn auf dem Boden liegt.

 

Sahasrara Chakra

7. Kronen-Chakra: Sahasrara

Demut und unermessliche Weite, Transzendenz; das 10. Tor.
Lage: am Scheitelpunkt.
Organ/Drüse: Gehirn; Zirbeldrüse (Epiphyse).
Farbe: violett.
Positive Eigenschaften: Sitz der Seele; Verbindung zum höheren Selbst; Erleuchtung; Einheit; Erhebung; Beziehung zum Unbekannten.
Störung/Ungleichgewicht: tiefe Trauer; das Gefühl, vom Leben und der Fülle getrennt zu sein; Angst vor dem Tod
Yogaübungen: Ego-Vernichter, Mahabandh, Sat Kriya; Konzentration auf die Nasenspitze; alle Arten von Meditation.

 

 

8. Chakra: Die Aura

Ausstrahlung, Erscheinung, Licht.
Lage: elektromagnetisches Feld.
Farbe: weiß.
Positive Eigenschaften: Die Aura verbindet die Energien aller Chakras und stellt deren gesamte Projektion dar. Die Aura projiziert und schützt. Bei Menschen mit stark entwickelter Aura ist diese bis zu 8 Meter groß oder noch größer - man spürt mit geschlossenen Augen, dass diese Person den Raum betritt.
Störung/Ungleichgewicht: schüchtern, zurückgezogen, verletzbar.
Yogaübungen: Dreieckshaltung, Ego-Vernichter, Bogenschütze; alle Armübungen; alle Meditationen.

Quelle: The Aquarian Teacher
© ℗ YogiPress Sat Nam Media
© Kundalini Research Institute

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